Die mobile SULM-Ausstellung
F L'exposition mobile à la médecine de laboratoire n'existe qu'en allemand
E The mobile exhibition to the laboratory medicine exists at present only in German language
Ausgangslage
Zielgruppen
Struktur der Ausstellung
Technische Angaben zur Ausstellung
Bilder der Ausstellung im Einsatz
Ausgangslage
Die SULM ist eine heterogene Interessengemeinschaft aus dem weit gefassten Feld der Labormedizin.
Die SULM vertritt die Anliegen ihrer Mitglieder gegenüber der Bevölkerung und den Behörden. Als Verband setzt sich die SULM für eine effiziente, effektive und Patienten bezogene Labormedizin ein.
Die SULM schafft Informationsplattformen für die Sache der Labormedizin in der Öffentlichkeit und leistet einen aktiven Beitrag zu einer transparenten gesundheitspolitischen Diskussion. Die Sensibilität gegenüber der Wichtigkeit einer effizienten und effektiv eingesetzten Labormedizin mit all ihren Fachbereichen wird gefördert und unterstützt. Um dies zu erreichen, arbeiten Mitglieder der SULM auf verschiedenen Ebenen in Projekten von nationaler- und internationaler Bedeutung aktiv mit.
Die SULM hat drei Zielgruppen:
- Fachleute aus der Labormedizin
- Behörden
- Öffentlichkeit / Bevölkerung
Um die Öffentlichkeit und Bevölkerung zu erreichen steht eine einfache mobile Ausstellung zur Verfügung. Sie soll an verschiedenen Orten präsent sein, ihre Einsatzmöglichkeiten sind:
- Kongresse
- Tagungen
- Vorträge
- Tage der offenen Tür
- Foyers in Spitälern, etc.
Mieten Sie die Ausstellung zu ihrem Anlass, schreiben Sie uns ein E-Mail.
Die Ausstellung ist:
- einfach zu transportieren und ohne Werkzeug schnell aufzustellen
- beansprucht kein Personal
- weitgehend selbsterklärend, resp. allgemein verständlich
Was ist die SULM? (1 Banner)
- In Text und Bild Infos zu Ziel, Zweck, Organisation, Mitglieder und Nutzen des Vereins
Was ist Labormedizin? (2 Banner)
- In Text und Bild Infos zum Begriff der Labormedizin, deren Positionierung im Gesundheitswesen und Kennzahlen zur Grösse / Bedeutung
- Wo liegen ihre Stärken, Sinn und Zweck
Geschichte der Labormedizin (3 Banner)
Infos in Text und Bild zu
- Vergangenheit, Entwicklung, Meilensteine
- Gegenwart, aktuelle Disziplinen und Analysen
- Zukunft, kommende Diagnosemöglichkeiten, wie auf Kostendruck reagieren, Perspektiven und Möglichkeiten
Was ist die Pipette? (1 Banner)
- In Text und Bild Infos zum Inhalt, Erscheinungsweise und Redaktion
Technisches
Die Inhalte der Ausstellung sind in 7 Banner aufgeteilt. Jedes Banner ist in einer Tasche, inkl. ansteckbarer Beleuchtung (220V), verpackt.
Masse verpackt: 10 x 10 x 90 cm, 5,5 kg
Masse aufgestellt: benötigte Bodenfläche 40 x 90 cm, Höhe 200 cm
Um alle sieben Banner aufstellen zu können, benötigt man eine Fläche von ca. 3 x 3 m.
Man muss kein Igluzelt-Spezialist sein, um die Banner aufzustellen, es gilt lediglich, ein langes Rohr in ein Loch zu stecken, das Banner aus dem Rollo zu ziehen und einzuhängen, fertig. Eine genaue Gebrauchsanweisung liegt bei.
Man kann die Ausstellung problemlos in einem Auto transportieren, einzelne Banner lassen sich ausnahmsweise per Post versenden.
Die Ausstellung lässt sich auch in Ihren Einzelteilen verwenden, z.B. nur die Banner zur Geschichte der Labormedizin, oder die Banner zur SULM.
Ausstellungssprache ist deutsch, eine französische Variante ist in Vorbereitung.
Nottwil, E-Healthcare

Luzern, SwissMedlab

Yverdon, SGKC-Jahrestagung

Basel, GTH-Kongress

Die SULM initiert regelmässig Projekte, die in Relation zur rasanten Entwicklung der Labormedizin stehen, so zum Beispiel:
Aktuelle Projekte
pipette - Swiss Laboratory Medicine
Gesundheitspolitische Tagung der SULM
Swiss MedLab
Bisherige Projekte
POCT (point of care testing) Benchmarking Informatik
Medizinischer und ökonomischer Nutzen der Laboranalytik
Akkreditierung und Industrie
Arbeitsgruppe Liquoranalytik
Arbeitsgruppe Genetik
Medizinischer und ökonomischer Nutzen der Laboranalytik
Ziel:
Erstellen eines Konzepts zur systematischen Erfassung des Nutzens von Laboranalytik für die Medizin und Ökonomie. Erfassen einer Datenbank über bestehende wissenschaftliche Belege und erarbeiten neuer Modellparameter aus verschiedenen Fachbereichen.
Mitglieder:
Dr. Walter Fierz
Prof. Andreas Huber
Dr. Franz Käppeli
Günter Konrad
Prof. Elisabeth Minder
Dr. Gert Risch
lic.jur. Jürg Schnetzer
Kontakt:
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! / Prof. Andreas R. Huber
Ziel:
Erarbeitung eines Konzepts mit Guidelines für die übergreifende Qualitätssicherung und Zusammenstellung der internationalen Normen mit bereits existierenden Guidelines.
Mitglieder:
Dr. Ingeborg Bertschi (SVDI)
Dr. Rolf Straub (metas)
Dr. Jean-François Sauter (BAG)
Dr. Christine Stebler, Leitung
Kontakt:
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! / Dr. Christine Stebler
Mitglieder:
Dr. med. Stephan Regenass
Dr. med. Axel Regeniter
Dr. med. Martin Risch
Dr. Walter Fierz
Dr. med. Roland Zweifel
Prof. Andreas Huber
Ziel:
Die SULM hat mit der Organisation dieses Kongresses das Ziel, die Qualität der Leistungen der Labormedizin und der biomedizinischen Wissenschaften durch den Austausch zwischen den unterschiedlichen Berufsgruppen und Spezialisten zu fördern. Nächster Kongress: 22.–25. 6. 2020, Bern.
Kontakt:
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! / www.swissmedlab.ch
Ziel:
Die Versicherer stellten seit längerem eine Zunahme von Anfragen um Kostengutsprachen für genetische Untersuchungen fest.Oft stellt sich dabei die Frage, inwieweit die gesetzliche Krankenpflegeversicherung leistungspflichtig ist. Es kam in der Folge zu Gesprächen seitens der GUMEK (Expertenkommission für genetische Untersuchungen beim Menschen) mit der SGV. Im April 2010 wurde an einer gemeinsamen Sitzung beschlossen, eine gemischte Arbeitsgruppe ins Leben zu rufen, bestehend aus Vertretern der SGV (Schweizerische Gesellschaft der Vertrauens- und Versicherungsärzte), der SGMG (Schweizerische Gesellschaft für Medizinische Genetik), der SGP (Schweizerische Gesellschaft für Pädiatrie) sowie der SULM (Schweizerische Union für Labormedizin).
Homepage: www.vertrauensaerzte.ch/expertcom/genetics/
Kontakt:
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Ziel:
Ausarbeitung einer Empfehlung mit allgemeinen Richtlinien für den sinnvollen Einsatz von POCT in der der Laboratoriumsmedizin in den Bereichen Spitallabor und Arztpraxis. Erstellen eines POCT-Registers Schweiz, Zusammenfassen von Literatur und Richtlinien, POCT in Europa und USA.
Mitglieder:
Herr Albert Diemand (SVDI)
Dr. André Deom (CSCQ)
Frau E. Hoffmann (labmed)
Prof. Dr. Friedrich E. Maly, Leitung
Dr. André Scholer (SGKC)
Prof. Günter Siegl, IKMI (SGM)
Prof. B. Stalder (SGAI)
Kontakt:
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! / Prof. Dr. F.E. Maly
Ziel:
Erstellen eines Kosten/Leistungsprofils sowie einer Datenbank über Kosten, die das Gegenüberstellen von Quervergleichen in anonymisierter Form möglich machen. Um die Interpretation der Daten und Kennzahlen neben Controllern auch dem medizinischem Personal zu ermöglichen, wird besonderer Wert auf die Anschaulichkeit gelegt. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Machbarkeit internationaler Vergleiche über Laborleistungen und davon abgeleitet die Verknüpfung mit deren wissenschaftlichem und ökonomischen Nutzen.
Mitglieder:
Herr H.H. Borrmann (SVDI)
Prof. Andreas R. Huber (SGH)
Peter Peyer (SVDI)
Dr. A. Seltmann (FAMH)
Dr. Hans-Peter Siegrist, Leitung
Kontakt:
Dr. H.P. Siegrist, Kirchlindach
Ziel:
Sicherstellung des Qualitätsmanagements mit den Mitteln der Informatik sowie Klärung einheitlicher Kriterien zur Validierung von Laborinformatiksystemen. Überprüfung der Anforderungen der neuen Akkreditierungsnorm ISO 17025 (Pt. 5.4.7 & 5.5 der Norm) sowie Studium des "OECD-GLP-Konsensusdokuments Nr. 10" mit der Prüfung auf Eignung als Grundlagenpapier.
Mitglieder:
Dr. Willi Conrad
Walter Fierz, Leitung
Dr. Jean-François Sauter
Theo Scheuermann
Michael Trummler
Kontakt:
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! / Dr. Willi Conrad
Seit Januar 2012 wird mit Fallpauschalen nach DRGs (Diagnosis Related Groups) die Finanzierung der stationären Aufenthalte in unseren Spitälern geregelt. Die Abbildung bzw. Bedeutung der Labormedizin im Rahmen der SwissDRG ist allerdings noch ungenügend. Wie die Berichte von T. Holler et al. vom Oktober 2010 bzw. Dezember 2011 zeigen, ist das Labor im DRG untervertreten.
Gefahren …
Verschiedene Anstrengungen der SULM vor Jahren zeigen einen Hoffnungsschimmer am Horizont, u.a. durch den Umstand, dass die SULM zuhanden der DRG-Gruppe der FMH, und T. Holler zuhanden der DRG-Gruppe der H+, Eingaben machen konnten. 2010 konnten – quasi als Türöffner – Laborpositionen, die besonders aufwenig sind, als Exempel platziert werden. Dem aus den 70er Jahren stammenden DRG-System sind moderne Denkweisen wie laborgesteuerte Outcome-Optimierung noch weitgehend fremd. Als ärztliches Fachgebiet – FMH-Titel (sic) – ist es der Pathologie viel besser gelungen, ihre Position im Rahmen der DRG-Nomenklatur zu festigen. Die Konsequenzen sind klar, ohne Einzug in die medizinische Gemeinschaft bleibt die Laboranalytik im Spitalwesen in der Liga von Kiosk, Zentralsterilisation oder Wäscherei …
… und Chancen
Aus Anlass der DRG-Einführung in der Schweiz erschien Ende 2011 ein pipette-Themenheft unter dem Titel «Das Labor unter DRG - ein Wegweiser auf dem Behandlungspfad». Anstehende Problemfelder, aber auch Chancen werden aufgezeigt. Denn auf die korrekte und frühzeitige Diagnose kommt es an. Die Labormedizin hat aufgrund ihrer Methodik Stärken, innert kurzer Frist Haupt- und Nebendiagnosen zu ermöglichen, die sich auf die «diagnosebezogenen Vergütungsgruppen» auswirken.
Links:
> SwissDRG AG
> H+
> FMH
Die vom BAG im 2008 umgesetzten Änderungen der Analyseliste warfen hohe Wellen. Die SULM ist als Dachverband aller Institutionen und Verbände mit medizinischer Labortätigkeit war und ist in diesen Prozess (u.a. TransAL) stark involviert.
Juni 2013: anlässlich der SULM-Tagung "Neue Labortarife" werden Perspektiven zur zukünftigen Tarifgestaltung sichtbar. In einem ersten Schritt stehen die im Praxislabor durchgeführten Labortests im Zentrum. Mehr dazu: pipette 4-2013, Seite 19ff
Herbst 2012: Konstitution der Arbeitsgruppe Analysenliste zur Bildung des Projekts «Trans-AL», in dem die SULM aktiv beteiligt ist. Ziel der Trans-AL ist es, dass sich Veränderungen in der Medizin auch in der Art und Weise der konstanten Tarifgestaltung abbilden. Mitglieder der Arbeitsgruppe Analysenliste:
Schweiz. Gesellschaft für Hämatologie (SGH) | Schweiz. Gesellschaft für klinische Chemie (SGKC/SSCC) | Schweiz. Gesellschaft für Allergologie und Immunologie (SGAI) | Schweiz. Gesellschaft für Mikrobiologie (SGM) | Schweiz. Gesellschaft für Medizinische Genetik (SGMG) | Schweiz. Union für Laboratoriumsmedizin (SULM) | Verband der Medizinischen Laboratorien der Schweiz (FAMH) | Berufsverband Hausärzte Schweiz | Verbindung der Schweizer Ärztinnen und Ärzte (FMH) | Initiative «Ja zur Hausarztmedizin» | santésuisse | Spitalverband H+
April 2012: Das BAG hat den Schlussbericht zum Monitoring Analysenliste veröffentlicht.
Download: Schlussbericht Monitoring AL_120117
Download: Kommentar der SULM zum Schlussbericht
Januar 2012: Das BAG hat 2009 das Beratungsbüro INFRAS mit der Konzeption und Durchführung des AL-Monitorings beauftragt. In der Projektbegleitgruppe ist die SULM vertreten durch Dr. Martin Risch, die FAMH vertritt Dr. Willi Conrad.
Das Monitoringkonzept findet sich unter: www.bag.admin.ch/al → Monitoring Analysenliste → Konzept
Die Änderungen der Analysenliste per 1. Januar 2012 finden sich unter:
www.bag.admin.ch/al → Analysenliste (AL)
Das Monitoring ist zwar gemäss Auskunft von INFRAS abgeschlossen, der Schlussbericht liegt aber zur Zeit (Ende Januar) noch nicht vor. Der Abschlussbericht wird vom BAG veröffentlicht und kann nach Erscheinen heruntergeladen werden:
www.bag.admin.ch/al
Von Seiten der Spital- und Auftragslabors wird der Bericht mit grossem Interesse erwartet. «Die Spitallabors der Spital Thurgau AG haben durch die Revision der Analysenliste 2010 eine Umsatzeinbusse von 15 % erlitten. Falls der Übergangstaxpunkt per Ende 2011 gestrichen wird, resultiert eine erneute Umsatzeinbusse von 7 %.» (Dr. Max Züger, Leiter Institut für Labormedizin, Spital Thurgau AG, pipette 2-2011, S. 22)
Das BAG erwartete mit Einführung der revidierten Analysenliste in diesen beiden Labortypen Einsparungen von bis zu 16 %. Die FAMH hat Mitte letzten Jahres aufgerufen, Daten zu liefern, um Aufschluss über die divergierenden Umsatzeinbussen zu erhalten und das Monitoring aktiv zu unterstützen. Insbesondere war es ein Ziel, die gesamte Analysenkette abzubilden. Hier werden hoffentlich die gelieferten Daten Klärung zu den Abweichungen bringen. … > mehr
Februar und April 2011: Mittlerweile liegen Auswertungen vor, welche die Konsequenzen der Revision der Analysenliste auf die Praxis- und Spitallabors aufzeigen. In der pipette 1-2011 stellt Ernst Gähler, Vizepräsident und Verantwortlicher Tarife und Verträge FMH, die Resulate vor. Ein Blick auf die Webseite des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) genügt: Die Auswertungen der Daten von santésuisse bestätigen, was unsere Prognosen schon vor der Einführung der neuen Analysenliste gezeigt haben … > mehr
In der pipete 2-2011 schildert Max Züger, Leiter Institut für Labormedizin, Spital Thurgau AG, die Konsquenzen für das Spitallabor. Die Zahlen der Spitallabors der Spital Thurgau AG zeigen einen Trend mit Umsatzeinbusse für Spitallabors, welche ähnlich der Umsatzeinbusse im Praxislabor ist … > mehr
Juni 2010: Auswirkungen der Analysenliste: Wie von der SULM prophezeit
Im Internet kann man die ersten Zahlen zu den neuesten Entwicklungen im Gesundheitswesen nachlesen, darunter auch die Laborausgaben (www.admin. ch/bag). Verglichen wurden das 4. Quartal 2008 und 2009, das heisst nach Einführung der Analysenliste vom 1.7.2009. Vielleicht ist es für Vergleiche noch etwas zu früh, der Trend ist aber eindeutig. Die Zahlen stammen von der santésuisse und werden durch die Kassen auf den Wohnort des Patienten, und damit die Kantone, projiziert. Die gesamte Laboranalytik (Praxislabor, ambulantes Spital und Privatlabor) hat im gesamtschweizerischen Durchschnitt um lediglich –0,2% abgenommen. > mehr
Der Bericht der GPK-N
Tagung in Bern zur Revision der Analysenliste
Chronologie
Medienecho
9. Mai 2009: Die Geschäftsprüfungskommission des Nationalrates GPK-N erteilte der Subkommission EDI/UVEK den Auftrag, vor Inkraftsetzung der neuen AL (per 1.7.2009) die Rechtmässigkeit und Angemessenheit der Festlegung des Labortarifs zu untersuchen. Die Ergebnisse liegen nun vor.
Bericht der GPK-N als PDF
Die Kritikpunkte der GPK-N an BR Couchepin und am BAG:
- Fehlende Transparenz gegenüber verwaltungsexternen Akteuren
- Unnötige Eile beim EDI Entscheid vom 28. Januar 2009 (Reaktion des EDI auf die von der SULM angekündigten Medienkonferenz)
- Zweifel an der Ernsthaftigkeit des Einbezugs der zuständigen Fachkommission (EAMGK), insbesondere das Fehlen der Berechnungsgrundlagen und der notwendigen Protokolle
- Offenlegung der Zwischenergebnisse des Verfahrens
- Offenlegung der Entscheidgrundlagen auf Stufe EDI
- Mangelnde departementale Führung und Kontrolle
- Machtballung beim BAG
- Mangelhafte Kommunikation des BAG
Forderungen der GPK-N an BR Couchepin:
- Bis zum 21. August 09 konkrete Hinweise über den Ablauf des Monitorings
- Bis zum 30 Oktober einen Bericht, wie das EDI die GDK-Empfehlungen umzusetzen gedenkt
1. April 2009: Nach dem Ärztestreik in der Welschschweiz vom 25. März zogen die Hausärzte der Deutschschweiz nach und legten die Arbeit nieder. Tausende Beschäftigte aus dem Gesundheitsbereich gingen auf die Strasse. Die Aktionen stehen im Zeichen des Laborentscheides des BAG. Mehr unter Medienecho.
10. März 2009: Das "Aktionskomitee für eine faire Analysenliste - AKAL" unterstreicht erneut die bedrohlichen finanziellen Auswirkungen der revidierten Analysenliste, die Einbussen von 10 bis 40 Prozent für alle Labors zur Folge hätten. Mehr im PDF ->
Das BAG reagiert darauf mit einem Mediengespräch, der Dialog mit den Betroffenen wird allerdings noch immer verweigert. Mehr im PDF->
2. März 2009: Die GPK des Nationalrates überprüft das Verfahren bei der Neufestsetzung der
Labortarife (KVG). Mehr im PDF ->
24. Februar 2009: Das "Aktionskomitee für eine faire Analysenliste" verlangt die sofortige Sistierung der neuen Analysenliste. Mehr im PDF ->
30. Januar 2009: Ärzte und Labors luden zu einer gemeinsamen Medienkonferenz, in welcher erneut darauf hingewiesen wurde, dass die Revision nicht Kosten spart, sondern durch Umlagerungen Mehrkosten von bis zu einer Milliarde Franken drohen.
29. Januar 2009: Bundesrat Pascal Couchepin hält an der Revision der Analysenliste fest. Ab Mitte Jahr soll die Revision schrittweise eingeführt werden. Mehr im PDF ->
Tagung in Bern zur Revision der Analysenliste
Am Donnerstag, 30. Okt. 2008, fand in Bern eine öffentliche Tagung zur Revision der Analysenliste statt:
"Neue Analysenliste verschlechtert Patientenversorgung und verursacht CHF 500 Mio. Mehrkosten"
Une journée publique au sujet de la revision de la liste des analyses tenait part à Berne le jeudi, 30 octobre 2008:
"La nouvelle liste des analyses altère l’assistance aux patients et engendre un surcoût de CHF 500 Mio."
- Nutzen, Mechanismen und Bedeutung der Labormedizin, Prof. A.R. Huber
- Der lange Weg der AL-Revision, Dr. H.H. Siegrist
- Laborgebührenordnung in Deutschland, Fakten und aktuelle Entwicklungen, Dr. B. Wiegel
- Auswirkungen der Gamma-Version der AL auf die Kantone, M. Jordi
- Auswirkungen der Gamma-Version der AL auf die Grundversorgung in der Praxis, Dr. E. Gähler
- Auswirkungen der Gamma-Version der AL auf die Blutversorgung, Dr. B. Mansouri
- Auswirkungen der Gamma-Version der AL auf die Laboratorien, Dr. W. Conrad
- Was sagt der Oekonome? Dr. P. Schuhmacher
- Was sagen die Patienten/Konsumenten dazu? M. Kessler
Kurze Chronologie zur Revision der Analysenliste
Welcher Art die Auswirkungen der überarbeiteten Analysenliste sind, ist in der Präsentation "Folgen der geplanten Taxpunktwert-Senkung in der Analysenliste (AL) auf die Labormedizin" klar zu sehen.
17. Januar 2007: Präsentation zu Folgen der geplanten Taxpunktwert-Senkung
Basierend auf diesen Fakten, richtete sich eine gemeinsame Eingabe (SULM, H , SVDI, SLSA, FMH, FAMH, Santésuisse, GDK, SAMW, labmed) vom 14. August 2007 an das BAG, mit dem Wunsch, die Hintergründe der Überlegungen und die erforderlichen Eckwerte der Umsetzung näher zu erläutern.
14. August 2007: Gemeinsame Eingabe: Modifikation der eidgenössischen Analysenliste
17. August 2007: Begleitbrief zur gemeinsamen Eingabe
Anfangs 2008 trafen sich Vertreter der oben aufgeführten Verbände mit dem BAG, um die problematischen Bereiche aufzuzeigen.
15. Februar 2008: Sitzung mit BAG
Der vom BAG anfangs Juni veröffentlichte Entwurf der Revision des Anhangs 3 „Analysenliste mit Tarif“ berücksichtigt die vorgebrachten Argumente leider in keiner Weise.
24. Juni 2008: Feedback an Prof. Thomas Zeltner, BAG
Dies führte u.a. zur Medienkonferenz der kantonalen Gesundheitsdirektoren (GDK) am 8. Juli 2008. Die SULM zeigt die Konsequenzen der vorgesehenen Revision auf:
Medienmitteilung in deutsch
Communique de presse en français
Per 14. August 2008 wurde von Seiten der SULM die Stellungnahme zur vorgesehenen Änderung des Anhang 3 "Analysenliste mit Tarif" eingereicht:
SULM Stellungnahme, deutsch
SULM position, français
Begleitbrief zur Stellungnahme
Am 8. September 2008 trafen sich die Präsidenten der FAMH und SULM mit Mitgliedern der nationalrätlichen Gesundheitskommission:
Präsentation in deutsch
Présentation en français
Am 29. September 2008 folgten in der Herbstsession Fragen der NR Cassis Ignazio, Gilli Yvonne, Guscetti Marina und Meyer-Kaelin Thérèse an die Adresse des Bundesrates. Das Wortprotokoll ist unter folgendem Link zu finden:
http://www.parlament.ch/ab/frameset/d/n/4805/281528/d_n_4805_281528_281535.htm
Weitere Infos:
- Medienecho auf die Revision der Analysenliste
- Revue de presse sur la révision de la liste des analyses
- Auswahl von Medienberichten zum Ärztestreik
Personelles
Der Vorstand hat sich zum Ziel gesetzt frühzeitig die Nachfolge des Präsidenten zu initiieren. Zum Jahresende konnte in der DV 2 2015 Prof. Dr. med. Wolfgang Korte zum neuen Präsidenten gewählt werden. Die Vorstandswahlen sind für die DV 2016-1 vorgesehen.
Analysenliste
Der zweite Monitoringbericht wurde Ende Juni vom BAG publiziert und deckt die Entwicklung der Analysenzahlen aus den Jahren 2011/2012 ab. In der Arbeitsgruppe Analysenliste sind im Berichtsjahr keine Aktivitäten zu verzeichnen.
KBMAL
Die Arbeiten für die Überarbeitung der Kriterien für den Betrieb eines Medizinisch Analytischen Laboratoriums (KBMAL) sind sehr weit vorangeschritten, sodass zum Jahresende die Vernehmlassung gestartet werden konnte. Im kommenden Jahr werden die Stellungnahmen eingepflegt und es kann davon ausgegangen werden, dass die Richtlinie KBMAL 2016 definitiv verabschiedet werden kann.
Webseite
Die Webseite wurde intensiver genutzt, als im vergangenen Berichtsjahr. In der letzten Periode (2014) haben 5‘200 Personen auf die Webseite zugegriffen, im 2015 waren es 11’159 Nutzer. Die Seitenzugriffe sind im Vergleich zum Vorjahr von 30‘000 auf intesive 57'177 angestiegen. Die mittlere Verweildauer auf der Homepage blieb dabei fast gleich mit einer leichten Verkürzung von 3:40 auf 3:26 Minuten.
Die Veränderung bezüglich der Benutzerzahlen ist auf die Zusammenführung der Swiss MedLab in die SULM-Webseite zurückzuführen. Hier konnten im Berichtsjahr starke Zugriffe verzeichnet werden, insbesondere auch durch den Anschluss der SGM bezüglich Abstract Submission und Registration.
Pipette – SWISS LABORATORY MEDICINE
Die Pipette ist im elften Erscheinungsjahr und wurde mit sechs Ausgaben herausgegeben. Die Sponsoringeinnahmen sind leider rückläufig. Auch zahlreiche Bemühungen die Sponsoringerträge zu sichern blieben erfolglos, zumal die Marktveränderungen zu verschiedenen Konsolidierungen geführt haben. Erstmals konnten dieses Jahr die Kosten nicht mehr vollumfänglich abgedeckt werden. Das Defizit von 1813 wurde hälftig unter den Parteien EMH Verlag und der SULM geteilt. Es wurde vereinbart, den Vertrag dahingehend anzupassen, dass in Zukunft sowohl Gewinn als auch Defizit vollumfänglich von der SULM getragen werden. Ein Vertragsentwurf wird im 2016 verabschiedet und soll per 2017 gültig werden.
Ergänzend möchten wir anfügen, dass wir zum Jubiläum erneut eine Ausgabe in der Therapeutischen Rundschau mit 9 Artikeln publizieren konnten. Erfreulich auch deshalb, weil wir die ganze Ausgabe im open access allen Interessierten frei zugänglich machen können und dies auf grosse Beliebtheit stösst.
Öffentliche Veranstaltungen
Die 4. Politische Tagung wurde am 25. Juni im Hotel Ador in Bern abgehalten. Die Veranstaltung hat sich dem Thema „Was ist der Beitrag der Labordiagnostik im modernen Umfeld der Krebstherapie?“ angenommen und wurde von gut 60 Personen besucht. Acht Erstklassige Referenten haben die komplexe Thematik aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet und zu einer sehr angeregten Diskussion geführt.
Die Vorbereitungsarbeiten für die Swiss MedLab 2016 2016 (13.6.-16.6.2016) sind gut vorangeschritten. Die Teilnahme von vier Fachgesellschaften hat konzeptionell einige Änderungen zur Konsequenz, die weitgehend aufgenommen werden konnten und zu einem sehr interessanten und abwechslungsreichen Programm führen. Mit der aktuellen Gestaltung erhofft sich die SULM, dass eine noch breite Gruppe angesprochen werden kann.
Vernehmlassung
Die SULM hat im Berichtsjahr an keiner Vernehmlassung teilgenommen. Vielmehr hat sie sich an der Erarbeitung der Risiko und Verwundbarkeitsanalyse für den Teilsektor Labors des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz (BABS) aktiv eingebracht.
Patronate
Die SULM hat die Patronatschaft von den «info society days» und den «ehealth summit» unterstützt.
Ausblick
Im Rückblick auf das siebte Amtsjahr stelle ich fest, dass die SULM sich sehr vielseitig engagiert. Auch wenn sich die SULM im Jubiläumsjahr gerne feiern lässt, muss festgehalten werden, dass den Finanzierungsaspekten in Zukunft vermehrt Bedeutung beigemessen werden muss. Für das kommende Jahr stehen mit der 5. Swiss MedLab sowie der Verabschiedung der KBMAL zwei wichtige Meilensteine an, die die volle Aufmerksamkeit des Vorstandes und aller Delegierten benötigt. Die frühzeitige Besetzung des Präsidiums erlaubt letztlich die Nachfolge rechtzeitig anzugehen und die SULM gestärkt in die Zukunft zu führen.
Dank
Die SULM kann nun auf ihr 25jähriges Bestehen zurückschauen. Ich denke, dass ein Rückblick über ein viertel Jahrhundert viele Erinnerungen in einem weckt. Es darf auch mit etwas Stolz erfüllen über das, was die SULM letztlich erreichen konnte. Allen, die die SULM während dieser Zeit getragen, unterstützt und ihr mir ihrem Engagement Ansehen und Aussehen verliehen haben, sei an dieser Stelle ganz besonders gedankt.
Dr. med. Martin Risch, April 2016, Präsident SULM
Jahresbericht SULM 2015 als PDF
Ältere Jahresberichte als PDF

«Die Sulm vertritt rund 20 Fachgesellschaften, Fachverbände und Organisationen aus dem Gesundheitswesen. Sie setzt sich für eine effiziente, effektive und Patienten bezogene Labormedizin ein.»


